Ermittlungen zu Nord-Stream-2-Anschlag: Kreml zufrieden
Der Kreml hat sich positiv über den Fortschritt der deutschen Ermittlungen zu den Explosionen an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 geäußert. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte heute, Moskau hoffe auf eine eindeutige Identifizierung sowohl der Täter als auch der Hintermänner. Zugleich betonte er, dass es zwischen Berlin und Moskau in Zusammenhang mit den Untersuchungen bislang keinen direkten Kontakt gegeben habe.
Die Anschläge im September 2022 hatten schwere Schäden an den Ostseepipelines verursacht, die seit Jahren als geopolitisch umstritten gelten: Kritiker werfen ihnen vor, den Gastransit durch Osteuropa zu umgehen und die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas zu vergrößern.
Erst vor kurzem war in Italien ein ukrainischer Staatsbürger auf Grundlage eines deutschen Haftbefehls festgenommen worden. Er steht im Verdacht, an der Sabotage beteiligt gewesen zu sein. Neben Deutschland ermitteln auch Schweden und Dänemark in dem Fall. Dänische Behörden hatten nach den Explosionen Spuren von Sprengstoff im Meeresboden festgestellt.
Ob und wann die Ermittlungen zu einem endgültigen Ergebnis führen, bleibt offen. Moskau unterstrich erneut sein Interesse, den Vorfall vollständig aufzuklären – auch wenn Russland bisher offiziell nicht in die Untersuchungen eingebunden ist.