US-Kriegsschiffe in der Karibik sorgen für Ärger in Venezuela
Sieben US-Kriegsschiffe und ein Atom-U-Boot sind derzeit in der Karibik stationiert. Laut Washington soll der Einsatz dem Kampf gegen Drogenkartelle dienen. Ein Sprecher erklärte, die Schiffe seien bereits vor Ort oder würden in den kommenden Tagen eintreffen.
In Caracas wird die Mission jedoch als Bedrohung gesehen. Venezuelas UN-Botschafter Samuel Moncada sprach von einer „massiven Propaganda-Operation“, die eine Militärintervention rechtfertigen solle. Seine Regierung wandte sich mit einer Beschwerde an UN-Generalsekretär Antonio Guterres und warf den USA einen Verstoß gegen die UN-Charta vor.
Das Pentagon äußerte sich bislang nicht konkret zum Auftrag der Flotte. Das Weiße Haus betonte jedoch, Präsident Donald Trump sei bereit, „jedes Element amerikanischer Macht einzusetzen, um zu verhindern, dass Drogen in unser Land strömen“.
Hintergrund: Bereits im Februar hatten die USA das mexikanische Sinaloa-Kartell sowie die venezolanische Vereinigung Tren de Aragua als Terrororganisationen eingestuft. Damit wurde der Weg frei für militärische Maßnahmen gegen die Gruppen.