Paypal-Panne: Millionen Kunden betroffen – Politiker fordern EU-Alternative

Plötzlich ging bei Millionen Kunden nichts mehr: Nach einem massiven Ausfall beim US-Zahlungsdienstleister Paypal scheint zwar wieder Normalität eingekehrt zu sein, doch Nutzer berichten weiter von Problemen. Laut Paypal seien die Störungen inzwischen behoben, die „Aufräumarbeiten“ liefen jedoch noch.

Kunden meldeten am Freitag weiterhin Fehlermeldungen. Zahlungen würden angeblich wegen mangelnder Deckung oder abgelehnter Überweisungen blockiert. Auch Redakteure berichteten, dass ihre Konten fälschlicherweise im Minus geführt werden. Paypal erklärte, man werde „schnellstmöglich die Konten ausgleichen“ und alle rechtmäßigen Transaktionen erstatten.

Hintergrund der Panne waren mutmaßlich ausgefallene Sicherheitssysteme, die verdächtige Überweisungen blockieren sollten. Zahlungen in Milliardenhöhe waren dadurch zwischenzeitlich gestoppt worden. Auch die deutsche Finanzaufsicht BaFin und die luxemburgische Behörde, bei der Paypal registriert ist, sind eingeschaltet.

Politiker fordern nun parteiübergreifend europäische Alternativen zu Paypal. Grünen-Politikerin Anna Cavazzini sprach von einer „strategischen Abhängigkeit“ von US-Anbietern. Auch CDU-Vertreter warnten vor der Verletzlichkeit des Zahlungsverkehrs.

Paypal betont unterdessen, die Störung sei behoben – Zweifel daran bleiben.