Achtung: BKA warnt vor Videokonferenz mit Innenminister Karner
Das Bundeskriminalamt warnt vor einer neuartigen Betrugsmasche: Kriminelle haben versucht, die Identität von Innenminister Gerhard Karner per Deepfake-Technologie nachzuahmen und über eine täuschend echte Videokonferenz Geldforderungen zu stellen.
Nach Angaben der Behörde wurden bei mehreren Versuchen Opfer mit einem manipulierten Anruf von der offiziellen Nummer des Innenministeriums kontaktiert. Durch sogenanntes „Caller ID Spoofing“ erschien die echte Amtsnummer am Display. In weiterer Folge wurde in einem Videochat ein täuschend echtes Abbild des Ministers gezeigt, das angeblich um finanzielle Mittel für Lösegeldzahlungen im Zusammenhang mit Geiselnahmen bat.
Das Bundeskriminalamt stellt klar, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt. „Weder das Innenministerium noch österreichische Behörden fordern jemals über Videochat oder Telefon Spenden für Lösegeldzahlungen“, heißt es in einer Aussendung.
Achten Sie auf die Details
Ermittlungen laufen derzeit im Cybercrime-Competence-Center (C4) auf Hochtouren. Gemeinsam mit internationalen Partnerdiensten soll die Täterschaft ausgeforscht werden. Seit 1. Jänner 2024 können Deepfake-Straftaten im Polizeisystem gesondert erfasst werden, um Muster und Netzwerke besser zu erkennen.
Die Polizei rät, auf verdächtige Merkmale zu achten: Unnatürliche Mimik, fehlendes Blinzeln, verzerrte Stimmen oder auffällige Schatten können Hinweise auf Manipulationen sein. Im Zweifel solle man keine voreiligen Handlungen setzen und stattdessen sofort die Polizei einschalten.