Trans-Rechtsextremistin Liebich vor Haftantritt auf der Flucht
Der bekannte Rechtsextremist Sven Liebich, der sich zuletzt als „Marla-Svenja“ ins Personenstandsregister eintragen ließ, ist seinem Haftantritt im Frauengefängnis Chemnitz entzogen. Der 53-Jährige war im Juli 2023 wegen Volksverhetzung, Beleidigung und übler Nachrede zu 18 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden.
Am Freitag hätte er seine Strafe antreten sollen. Vor der JVA Chemnitz wurde jedoch eine Sprachnachricht abgespielt, in der Liebich erklärte, er fühle sich „unpässlich“ und habe Deutschland verlassen. „Heute bin ich nicht mehr hier, sondern in Sicherheit, in einem Drittland“, hieß es in der Botschaft, die zuvor auf einem Telegram-Kanal veröffentlicht wurde.
Parallel veröffentlichte Liebich auf der Plattform X eine Illustration, die ihn vor der Basilius-Kathedrale in Moskau zeigt, versehen mit den Worten „Liebesgrüße aus Moskau“ und „James Bond“. In einem weiteren Beitrag kündigte er an, nun werde ein „internationaler Haftbefehl“ folgen.
Die Staatsanwaltschaft Halle bestätigte, dass Liebich bis 18 Uhr zum Haftantritt geladen war. „Sie hat sich nicht gestellt“, sagte Staatsanwalt Dennis Cernota. Es wurde ein Vollstreckungshaftbefehl erlassen, nach Liebich wird nun gefahndet.