Cyberangriff auf unser Innenministerium: 60.000 E-Mail-Konten gehackt
Österreichs Innenministerium ist Opfer eines großangelegten Hackerangriffs geworden. Betroffen waren rund 60.000 E-Mail-Konten des Ministeriums und der Polizei. Eine erste Spur führt nach China, wo es zuletzt mehrere ähnliche Angriffe auf Behörden in Europa und den USA gegeben hatte.
Laut Innenministerium handelte es sich um einen „gezielten und professionellen Angriff“, der bereits vor mehreren Wochen entdeckt wurde. Datenbanken, Register und Polizeiinformationssysteme seien jedoch nicht betroffen gewesen. Auch die Arbeitsfähigkeit der Polizei sei zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt gewesen.
Die betroffenen Systeme wurden isoliert, externe IT-Experten hinzugezogen und eine vollständige Bereinigung eingeleitet. Dennoch komme es vorübergehend zu Einschränkungen bei der elektronischen Erreichbarkeit. Das Ministerium stellte Anzeige bei der Staatsanwaltschaft, die Ermittlungen laufen.
Solche Cyberattacken seien inzwischen „auf der Tagesordnung“, hieß es aus dem Ressort. Seit Jahresbeginn wurden auch internationale Institutionen wie US-Bundesgerichte, der Internationale Strafgerichtshof oder europäische Ministerien attackiert.