|   2025-09-18 07:33:00

EU verpasst wohl UN-Klimatermin wegen interner Streitigkeiten

Die EU-Umweltminister sollen am Donnerstag bestätigen, dass die Union die neuen Klimaziele nicht innerhalb der von der UNO festgelegten Frist bis Ende September vorlegen kann. Grund dafür sind anhaltende Meinungsverschiedenheiten zwischen den Mitgliedstaaten.

Die Verzögerung könnte die Position der EU beim UN-Klimagipfel nächste Woche schwächen, wo ehrgeizige Ziele – beispielsweise von China – erwartet werden.

Die Union sollte ursprünglich in diesem Monat neue Verpflichtungen für die Jahre 2035 und 2040 verabschieden. Deutschland, Frankreich und Polen haben jedoch beantragt, die Verhandlungen bis zum Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs im Oktober zu verschieben.

Die Mitgliedstaaten sind sich uneinig: Tschechien und Italien stellen das Ziel einer Emissionsreduktion um 90 % bis 2040 in Frage und fordern eine Abschwächung der Klimapolitik, einschließlich der Aufhebung des Verbots des Verkaufs neuer Autos mit Verbrennungsmotoren ab 2035. Im Gegensatz dazu drängen Spanien und Dänemark angesichts der Klimaextreme auf einen strengeren Ansatz.

Die EU will vorerst zumindest eine Absichtserklärung abgeben. Dem Vorschlag zufolge könnte das neue Ziel bis 2035 eine Emissionsreduktion von 66,3 % bis 72,5 % bedeuten. Die endgültige Einigung soll vor dem COP30-Gipfel im November erzielt werden.

(reuters, est)