|   2025-09-18 12:10:27

Frankreich durch Streiks lahmgelegt: Schulen, Züge und Krankenhäuser unter Druck

Lehrer, Zugführer, Apotheker und Pflegekräfte haben am Donnerstag in Frankreich gegen die geplanten Haushaltskürzungen gestreikt.

Unzufriedene Schüler blockierten unterdessen die Eingänge zu Schulen. Die Gewerkschaften fordern die Rücknahme der fiskalischen Pläne der früheren Regierung, mehr Geld für öffentliche Dienste, höhere Steuern für Reiche und die Rücknahme der Reform, die das Rentenalter angehoben hat.

In Paris wurden mehrere Metrolinien unterbrochen und fuhren nur während der Hauptverkehrszeiten.

Vor dem Lycée Maurice Ravel entrollten Schüler ein Transparent mit der Aufschrift „Blockiert eure Schulen gegen Kürzungen“, zu denen sich auch Lehrer und Gewerkschafter gesellten.

Schätzungen zufolge beteiligten sich bis zu 800.000 Menschen an den Protesten. Die Gewerkschaften verurteilten die Haushaltspläne als „brutal“ und „ungerecht“.

Das französische Haushaltsdefizit hat die doppelte Höhe der EU-Obergrenze von drei Prozent überschritten, und der neue Premierminister Sébastien Lecornu steht unter Druck von Parlament und Investoren.

Die Streiks betrafen Schulen, Eisenbahnen und Autobahnen, die Polizei setzte 80.000 Einsatzkräfte ein. Bereits am Morgen wurden mehr als zwanzig Personen festgenommen, und die Behörden bereiten sich auf mögliche Unruhen vor.

(reuters, red)