Gewalt gegen Frauen: Nationaler Aktionsplan der Bundesregierung soll Leben retten

Die SPÖ will mit einem Nationalen Aktionsplan dafür sorgen, dass weniger Frauen in Österreich Opfer von Gewalttätern werden.

SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Ruth Manninger sagt, sie sei tief betroffen über den Tod der 24-jährigen Frau, die nach der Gewalttat am Dienstag in der Leopoldstadt heute verstorben ist. Bereits zuvor ist auch die Ehefrau des Täters an den Schussverletzungen verstorben.

„Wir SPÖ-Frauen trauern um die Frauen, die ermordet wurden und sprechen den Angehörigen unser tiefstes Mitgefühl aus“, so Manninger. Besonders betroffen mache der Umstand, dass nach diesen Femiziden zwei minderjährige Kinder zu Halbwaisen wurden. Es ist wichtig zu wissen, dass es in dieser traumatischen Situation für die Kinder und die Angehörigen professionelle Hilfe in Wien gibt. Die Femizide würden deutlich aufzeigen, dass Gewalt gegen Frauen ein gesamtgesellschaftliches Problem ist. „Der Nationale Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen ist notwendiger denn je. Es ist wichtig, dass die Regierung den NAP gegen Gewalt an Frauen als gemeinsamen Auftrag sieht“, so die SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin.

Es sei gut, dass der Nationale Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen noch in diesem Jahr von Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner präsentiert werde, sagt Manninger: „Gewaltschutz duldet keinen Aufschub."

Gewaltschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, daher sei die Bezeichnung „Beziehungstat“ unrichtig und sie verschleiere das patriarchale System, das dahintersteckt. „Beziehungstat, Eifersucht – nichts entschuldigt einen Frauenmord. Gewaltschutz beginnt mit einer verantwortungsvollen Sprache“, appelliert Manninger an Medienvertretern.