|   2025-09-20 12:13:06

US-Regierung verschärft Aufsicht über Harvard, fordert mehr Daten zum Aufnahmeverfahren

Die Regierung von Präsident Donald Trump hat am Freitag ihre Kampagne gegen die Harvard University ausgeweitet. 

Das Bildungsministerium stufte die Eliteuniversität in Cambridge, Massachusetts, auf „Heightened Cash Monitoring“ ein, was bedeutet, dass Harvard zunächst eigene Mittel für Studienbeihilfen vorstrecken muss, bevor es Bundesgelder abrufen kann.

Zur Begründung verwies das Ministerium auf „wachsende Bedenken über die finanzielle Lage“ der ältesten und reichsten Universität der USA. 

Harvard besitzt ein Stiftungsvermögen von rund 53 Milliarden Dollar, hat aber angesichts der Konflikte mit Washington Ausgaben gekürzt und Anleihen begeben.

Gleichzeitig forderte das Ministerium von Harvard einen Nachweis, dass die Hochschule bei der Zulassung keine rassischen Kriterien mehr berücksichtigt. 

Der Oberste Gerichtshof hatte 2023 die Praxis der „affirmative action“ für unzulässig erklärt. Viele Universitäten berichten seither von sinkender Diversität unter Studienanfängern.

Eine Bundesrichterin entschied Anfang September, dass die Regierung unrechtmäßig über 2 Milliarden Dollar an Harvard-Forschungszuschüssen gestrichen habe. 

Dennoch droht dem Institut der Verlust sämtlicher Bundesmittel, sollte es den Anfragen der Abteilung für Bürgerrechte nicht nachkommen.

Harvard hat auf die jüngsten Schritte der Regierung bislang nicht reagiert.

(reuters, ap, harvard gazette)