Selenskyj: Ukraine braucht kein „koreanisches Modell“, sondern Sicherheitsgarantien
Die Ukraine braucht Sicherheitsgarantien noch vor dem Ende des Krieges, doch ein „koreanisches Modell“ oder ein anderes ähnliches Szenario steht nicht zur Diskussion.
Das erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag in einem Gespräch mit Journalisten in Kyjiw, wie die Agentur Interfax-Ukraine berichtete.
„Man kann rhetorisch über verschiedene Szenarien sprechen, aber unsere Situation ist eindeutig anders als in Korea, wo der Krieg ohne endgültigen Friedensvertrag endete. Deshalb sprechen wir über Sicherheitsgarantien – die Ukraine braucht sie, weil es sein kann, dass es kein finales Dokument zur Beendigung des Krieges geben wird“, betonte Selenskyj.
Er stimmte dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu, dass Sicherheitsgarantien nicht bis zum Ende der Kämpfe warten sollten.
Schon ein Waffenstillstand könne dafür genügen. „Wir dürfen keine Zeit verlieren und auf ein klares Friedensabkommen warten. Wir brauchen Sicherheitsgarantien früher“, so Selenskyj.
Zugleich unterstrich er, dass weder in Kyjiw noch bei den Partnern ein „koreanisches“, „finnisches“ oder ein anderes Modell erwogen werde.
„Wir haben, was wir haben – und niemand weiß, wie es am Ende ausgehen wird“, sagte der Präsident.
ele(red)