|   2025-09-23 06:40:00

WSJ beantragt Abweisung von Trumps Klage wegen Epstein-Brief

Das Wall Street Journal hat am Montag einen Bundesrichter gebeten, die Verleumdungsklage von Präsident Donald Trump abzuweisen. In dem Artikel war behauptet worden, Trumps Unterschrift habe 2003 auf einem Geburtstagsgruß an Jeffrey Epstein gestanden.

Die Zeitung und ihre Anwälte bezeichneten die Klage als „Gefahr für die Meinungsfreiheit“. Sie bestehen auf der Richtigkeit des Artikels und verweisen darauf, dass das Schreiben identisch mit Unterlagen sei, die dem Kongress vorgelegt wurden.

Trump fordert zehn Milliarden Dollar Schadensersatz und beharrt darauf, dass die Unterschrift nicht seine sei; er bezeichnet den Brief als Fälschung. Das Wall Street Journal argumentiert zugleich, der Artikel habe Trumps Ruf nicht schädigen können, da er seine Verbindung zu Epstein öffentlich eingeräumt habe.

Die Klage ist Teil mehrerer Rechtsstreitigkeiten, die Trump gegen Medien wegen kritischer Berichterstattung führt. Vertreter der Demokratischen Partei und Organisationen zum Schutz der Pressefreiheit warnen vor dem Versuch, kritischen Journalismus durch Klagen mundtot zu machen.

(reuters, sie)