"Von nun an geht's bergab": Fast-SPÖ-Chef kritisiert Regierung - und die Partei

"Gebühren werden erhöht und Energie, Wohnen, Lebensmittel werden teurer und teurer" - Rudi Fußi, der gescheiterte Fast-Parteichef der SPÖ, punktet aktuell mit Realitätssinn.

Andreas Babler. Foto: Thomas Kronsteiner/Getty Images

Andreas Babler. Foto: Thomas Kronsteiner/Getty Images

Während der SPÖ-Bundesparteichef in New York Noten abliefert und sonst in Interviews erklärt, was er alles wolle und wohin Österreich wieder kommen sollte, erntet sein Ex-Herausforderer auf den Social-Media-Plattformen viel Applaus: Rudi Fußi bewertet nicht wirklich positiv die Arbeit der Bundesregierung und damit auch seiner SPÖ.

"Wir werden fast überall Lohnabschlüsse (weit) unter der Inflation sehen. Zeitgleich werden Gebühren erhöht und Energie, Wohnen, Lebensmittel werden teurer und teurer. Es bleibt immer weniger im Börsel. Österreich hat seine beste Zeit hinter sich, von nun an geht's bergab", schreibt der PR-Manager, TV-Talkstar und gescheiterte SPÖ-Bundesparteichef Rudi Fußi auf X. Der Sozialdemokrat, der offenbar seine gesundheitlichen Probleme überwunden hat, steigt nun wieder in den Ring gegen Andreas Babler, dessen Performance die SPÖ auf derzeit 18 % in den Meinungsumfragen abstürzen ließ.

Durchaus vernünftig hat Fußi schon vor wenigen Tagen kritisiert, dass Österreichs Bundesregierung eine völlig verrückte Energiepreis-Politik zum Schaden der Bevölkerung akzeptiert: "Seit Jahren weiß das ganze Land, dass die Merit Order eines der Hauptprobleme ist. Das teuerste Kraftwerk bestimmt den Preis, völlig absurd und macht Strom unnötig teuer. Warum löst die Regierung dieses Problem nicht endlich? Ich verstehe es nicht."

Dass sich Fußi nun wieder verstärkt politischer Themen annimmt, wird von Politik-Insidern als Zeichen angesehen, dass die Tage von Bundesparteichef Andreas Babler gezählt sind - was auch bei diesen aktuellen Umfragewerten nicht überrascht.

So hat statement.at erst kürzlich über den dramatischen Niedergang der einst in Österreich geschätzten Sozialdemokratie berichtet - 1979 kam die SPÖ bei der Nationalratswahl noch auf 51 %, bei der jüngsten Meinungsumfrage schaffte Andreas Babler mit seiner Fraktion nur noch 18 %, in der Kanzlerfrage liegt der Bundesparteichef bei 12 %, und der Bundesparteivorsitzende der FPÖ bei 27 %.

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