|   2025-09-23 17:53:23

Solarzellen als Chinas neue Waffe im Kampf gegen die Wüsten

China will mit Hilfe von Solarzellen gegen den Wüstensand kämpfen und Pflanzen und Böden schützen. Sie sollen als Sonnenschutz für Pflanzen und Böden dienen, wodurch die Verdunstung von Feuchtigkeit verringert und der Sand stabilisiert wird.

In der Region Ning-sia gibt es ein solches Solarkraftwerk mit einer Kapazität von einem Gigawatt, wo Arbeiter unter den Kollektoren Goji-Beeren anbauen. Das Unternehmen Baofeng plant, bis 2030 30 Gigawatt solcher Solarkapazitäten zu bauen.

Dieser Ansatz ist Teil eines langfristigen Regierungsprogramms aus dem Jahr 1978, das sich auf die Bekämpfung der Wüstenbildung konzentriert und bis 2050 laufen wird.

Solarpanels fungieren als kleine Regenschirme, die Schatten für gepflanzte Bäume und Sträucher spenden, während die Umgebung durch Barrieren vor Sandverwehungen geschützt wird. Die Umsetzung selbst dauert mehrere Jahre, aber die Ergebnisse sind positiv.

Zwischen 2025 und 2030 plant China die Installation von 253 Gigawatt Solarenergie, was zur Wiederherstellung von etwa 7.000 Quadratkilometern Wüstenlandschaft beitragen wird, also einer Fläche, die etwa viermal so groß ist wie London. Projekte dieser Art schützen gleichzeitig landwirtschaftliche Flächen vor der Bebauung mit Solaranlagen.

Auch wenn die Wüste nicht vollständig verschwinden wird, hoffen die Chinesen, ihre Ausbreitung und die schädlichen Auswirkungen der Desertifikation auf die Landschaft und die lokale Bevölkerung zu mildern.

(reuters, sie)