Die EU führt ein neues digitales Grenzsystem ein, die Briten müssen sich darauf vorbereiten
Die Europäische Union führt am 12. Oktober ein neues digitales Ein- und Ausreisesystem (EES) für Bürger des Vereinigten Königreichs und anderer Nicht-Mitgliedstaaten ein. Ziel ist es, die Kontrollen zu vereinfachen und das manuelle Abstempeln von Pässen zu ersetzen.
Reisende müssen an der Grenze ihren Reisepass scannen lassen, Fingerabdrücke abgeben und ein Foto machen lassen. Das System wird schrittweise über einen Zeitraum von sechs Monaten eingeführt, wobei in der ersten Phase nur der Güter- und Busverkehr durch den Eurotunnel und den Hafen von Dover betroffen ist.
Personenkraftwagen werden im November folgen. Der Chef des Eurotunnel-Betreibers, Yann Leriche, versicherte, dass die Einführung des Systems keine Verzögerungen verursachen werde, da die Kontrollen flexibel seien und bei Bedarf vorübergehend ausgesetzt werden könnten.
Das EES wird für alle Länder des Schengen-Raums mit Ausnahme von Irland und Zypern gelten. Es handelt sich um eine Vorstufe des umfassenderen ETIAS-Systems, für das eine Gebühr und eine Genehmigung vor Reiseantritt erforderlich sein werden.
(reuters, mja)