|   2025-09-25 06:37:36

Merkel verteidigt 2015-Entscheidung und warnt erneut vor Kooperation mit AfD

Angela Merkel hat im Berliner Admiralspalast ihre Entscheidung vom September 2015 verteidigt, die Grenzen nicht zu schließen. Die frühere Bundeskanzlerin sprach von einer „Gewissensentscheidung“ und betonte, sie habe Flüchtlingen mit Würde begegnen wollen. Viele der damals Gekommenen leisteten heute einen Beitrag für das Land, so Merkel.

Gleichzeitig räumte sie ein, dass die Migrationskrise zum Aufstieg der AfD beigetragen habe. Dennoch sei „der Preis anders zu handeln“ für sie zu groß gewesen. Eine Zusammenarbeit der Union mit der AfD lehnt sie strikt ab: „Mehrheiten mit der AfD zu suchen, halte ich für falsch.“

Ihre Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz erneuerte sie: Dessen Ankündigung, migrationspolitische Beschlüsse notfalls mit AfD-Stimmen durchzusetzen, sei der falsche Weg. Die Union müsse Wähler von rechts integrieren, ohne ihre Werte aufzugeben.

Applaus gab es für Merkels Aussage, dass Deutschland wieder mit „Charme und Stimme“ in Europa auftrete. Kanzler Merz lobte sie für dessen außenpolitischen Kurs. Die 1700 Plätze der Veranstaltung waren ausverkauft – Merkels Auftritte bleiben Publikumsmagneten.