|   2025-09-25 16:33:33

Fico: Beim Thema russisches Gas geht es um eine geografische und technische Realität

Der slowakische Premierminister Robert Fico (Smer) äußerte am Donnerstag die Überzeugung, dass man mit den Vereinigten Staaten eine gemeinsame Sprache finden werde, was den Druck auf die Beendigung der Käufe russischer Energie betrifft.

Fico verteidigte die fortgesetzten Lieferungen aus Moskau mit dem Hinweis, dass die Zahlungen der Slowakei etwa zwei Prozent der russischen Öleinnahmen ausmachten. Außerdem behauptete er, diese Einkäufe hätten keinen Einfluss auf die Finanzierung des Krieges in der Ukraine.

Seinen Worten zufolge handelt es sich nicht um eine ideologische Frage, sondern um eine geografische und technische Realität. Die Slowakei habe nach Ficos Ansicht keine Alternativen, die kurzfristig verfügbar, zuverlässig und preislich akzeptabel seien, während der Umstieg auf andere Quellen teuer wäre und in großem Umfang eine Anpassung der bestehenden Infrastruktur erfordern würde.

Fico erwähnte auch die mangelnde Zugänglichkeit zu Gasterminals und die angeblich technologisch unbewährte Form alternativer Routen wie etwa der Adria-Pipeline.

Er betonte, dass die Slowakei in dieser Frage das Verständnis der USA suche, die Druck auf die Beendigung der Importe russischer Energie ausübten.

Der ungarische Premierminister Viktor Orbán hatte zu diesem Thema kürzlich mit Donald Trump telefoniert. Ungarns Außenminister Péter Szijjártó erklärte zudem, dass ohne Lieferungen russischer Ressourcen die Energiesicherheit Ungarns nicht gewährleistet sei.

(reuters, sie)