Die Schweiz analysiert die Auswirkungen von Trumps Zöllen auf die Pharmaindustrie
Die Schweiz gab am Freitag bekannt, dass ihre Ministerien die möglichen Auswirkungen der US-Zölle auf pharmazeutische Produkte analysieren, nachdem Präsident Donald Trump 100-prozentige Zölle auf die Einfuhr patentierter Medikamente ab dem 1. Oktober angekündigt hatte.
Die Zölle sollen für alle Unternehmen gelten, die keine Produktionsstätte in den USA haben oder errichten.
Das Schweizer Wirtschaftsministerium erklärte in einer Stellungnahme, dass die zuständigen Abteilungen die Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den betroffenen Bereichen der Pharmaindustrie prüfen, auch wenn noch keine Details zu den geplanten Maßnahmen vorliegen.
Der Pharmasektor, der fast die Hälfte der Schweizer Exporte ausmacht und für die Wirtschaft des Landes von strategischer Bedeutung ist, könnte von den neuen Zöllen erheblich betroffen sein, wenn die Hersteller ihre Kapazitäten nicht auch in den USA ausbauen.
Große Schweizer Unternehmen wie Novartis und Roche haben bereits Investitionen in US-Fabriken angekündigt, um Zollbarrieren zu umgehen.
(reuters, sie)