Transsexueller sollte 18 Monate absitzen – stattdessen fuhr er in den Urlaub
Der Neonazi und Transsexuelle Sven Liebich, der wegen Volksverhetzung zu 18 Monaten Haft verurteilt wurde, hätte am 29. August seine Strafe in der Justizvollzugsanstalt für Frauen in Chemnitz antreten sollen. Stattdessen verschwand er – nun gibt es Zweifel, ob seine Flucht nicht von langer Hand geplant war, berichtet die Bild.
Nach Informationen deutscher Medien soll Liebich (der derzeit als Frau „Marla-Svenja“ auftritt) bereits vor dem Haftantritt das Justizministerium von Sachsen-Anhalt darüber informiert haben, dass er nicht erscheinen werde, und einen Antrag auf Aufschub wegen eines Urlaubs gestellt haben, dem er eine Kopie der Buchungsbestätigung beifügte.
Das Schreiben erreichte die Staatsanwaltschaft jedoch erst einige Tage nach dem Termin des Haftantritts, was Verdacht erregte. Justizministerin Franziska Weidinger sprach von einem „administrativen Fehler“, äußerte sich jedoch nicht näher unter Verweis auf die Vertraulichkeit der Ausschusssitzung. Ob das Schreiben echt ist – und wo sich der Verurteilte derzeit aufhält – ist bislang unklar.
(mja)