|   2025-09-30 10:25:00

Studie: Immer mehr Migranten wählen die AfD

Die AfD konnte bei den jüngsten Integrationswahlen in Nordrhein-Westfalen deutliche Erfolge erzielen. In Hagen wurde sie stärkste Kraft, in mehreren anderen Ruhrgebietsstädten landete sie auf Platz zwei. Eine neue Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung bestätigt diesen Trend: Auch unter Menschen mit Migrationshintergrund wächst der Zuspruch zur Partei.

Für die Untersuchung ließ die Stiftung vom Institut USUMA mehr als 3.000 Personen befragen – darunter Deutsche mit und ohne Migrationshintergrund sowie in Deutschland lebende Ausländer. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Gruppen. So erreicht die AfD bei Polenstämmigen und Spätaussiedlern die höchsten Werte, während sie bei Türkeistämmigen deutlich schwächer abschneidet.

Die Studie verweist außerdem auf den Rückgang der Union in diesen Wählergruppen. CDU und CSU, die bei Polen- und Russlandstämmigen früher führend waren, verlieren inzwischen stark an Rückhalt. Politische Einstellungen zur Zuwanderung gelten als entscheidender Faktor: Während Polenstämmige eher für Begrenzungen eintreten, lehnen Türkeistämmige solche Positionen überwiegend ab.

Die Autoren betonen, dass die Ergebnisse wegen ungewichteter Fallzahlen vorsichtig zu interpretieren sind. Dennoch zeichnen sie ein klares Bild: Die AfD ist längst kein ostdeutsches Phänomen mehr, sondern gewinnt auch im Westen und in Teilen der migrantischen Bevölkerung an Bedeutung.