Brüssel will Einfuhrquoten für Stahl senken – Zölle sollen auf bis zu 50 Prozent steigen
Die Europäische Kommission bereitet tiefgreifende Änderungen beim Stahleimport vor – die Quoten sollen nahezu halbiert und die Zölle auf übersteigende Mengen auf bis zu 50 Prozent angehoben werden, um sich dem Vorgehen der USA und Kanadas anzunähern.
Die Maßnahmen sollen am 7. Oktober offiziell vorgestellt werden und sind Teil einer umfassenderen Strategie zum Schutz der europäischen Stahlindustrie vor chinesischen Überkapazitäten. Die derzeitigen Schutzmaßnahmen gelten nur bis Juni nächsten Jahres.
Bereits seit April hat Brüssel die Quoten um 15 Prozent verschärft und erwägt weitere Schritte auch im Bereich Aluminium sowie Exportzölle auf Metallschrott.
Das Thema Stahl rückte erneut in den Mittelpunkt, nachdem US-Präsident Donald Trump die amerikanischen Zölle erhöht hatte. Die EU plant daher eine engere Zusammenarbeit mit den USA im Rahmen einer sogenannten „Metallallianz“. Europäische Produzenten sehen sich jedoch weiterhin hohen Ausfuhrzöllen gegenüber.
Verhandlungen über neue Rahmenbedingungen könnten nach dem jüngsten Treffen von Maroš Šefčovič mit dem US-Handelsvertreter Greer fortgesetzt werden.
(reuters, lup)