Nord-Stream-Anschlag: Tatverdächtiger Ukrainer bleibt in Untersuchungshaft
Ein polnisches Gericht hat Untersuchungshaft für den Ukrainer Wolodymyr Z. angeordnet, den Deutschland verdächtigt, an den Explosionen der Gaspipeline Nord Stream im Jahr 2022 beteiligt gewesen zu sein. Der Taucher wurde in der Nähe von Warschau auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls festgenommen.
Laut deutschen Behörden soll er zu einer Gruppe gehört haben, die in Rostock ein Boot gemietet und anschließend Sprengsätze an der Pipeline nahe der dänischen Insel Bornholm angebracht hatte. Die Explosionen, die sowohl der Westen als auch Russland als Sabotage bewerteten, hatten erhebliche Auswirkungen auf die Energiesicherheit Europas.
Die Ukraine bestreitet jede Beteiligung. Der Anwalt Tymoteusz Paprocki kündigte an, gegen die Entscheidung des Gerichts Berufung einzulegen.
In dem Fall ist auch ein weiterer Ukrainer involviert – Serhii K., der im August in Italien festgenommen wurde. Er wehrt sich derzeit gegen seine Auslieferung nach Deutschland.
(reuters, lup)