EU-Spitzenpolitiker diskutierten nach Luftraumverletzungen über Drohnen-Abwehrwall
Die europäischen Staats- und Regierungschefs befassten sich auf dem Gipfeltreffen in Kopenhagen mit der Zunahme von Vorfällen mit russischen Drohnen und diskutierten über die Schaffung einer sogenannten Drohnenabwehr – ein Netz aus Sensoren und Verteidigungssystemen, das den europäischen Luftraum schützen soll.
Auslöser waren Störungen in Dänemark, Polen und Estland, wobei der Verdacht auf Moskau fällt. Dänemark hat sich bislang nicht zum Urheber der Angriffe geäußert, aber Premierministerin Frederiksen bezeichnete die Vorfälle als Teil eines hybriden Krieges.
Der Vorschlag wurde von mehreren Staats- und Regierungschefs unterstützt, darunter Emmanuel Macron und Ursula von der Leyen, die erklärte, Russland teste die Verteidigungsfähigkeit Europas. Gleichzeitig wurde über die Möglichkeit diskutiert, eingefrorene russische Vermögenswerte zur Finanzierung der Hilfe für die Ukraine zu verwenden.
Der Kreml bezeichnete den Vorschlag als Diebstahl. Laut NATO haben die Vorfälle gravierende Schwächen in der europäischen Verteidigung aufgedeckt. Russland bestreitet jegliche Beteiligung und warnt vor dem Bau weiterer „Mauern”.
(reuters, lup)