UNO: Die von Israel ausgewiesenen Zonen im Süden Gazas sind „Todeszonen“
Die UNO warnt, dass es für die Palästinenser im Gazastreifen keinen sicheren Zufluchtsort gibt. Der Sprecher von UNICEF, James Elder, betonte in Genf, dass die von Israel ausgerufenen „Sicherheitszonen“ im Süden in Wirklichkeit überbevölkerte Gebiete ohne grundlegende Lebensbedingungen sind und wiederholt Ziel von Angriffen werden.
UNICEF warnt davor, dass sich ein untragbares Maß an Gewalt und Unterdrückung normalisiert, wobei die Opfer immer dieselben sind – palästinensische Kinder. Humanitäre Teams sorgen zwar für Nahrung, reparieren Wasserleitungen und leisten psychologische Hilfe, aber ohne uneingeschränkten Zugang zu Hilfsgütern ist dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Als Beispiel nannte er den Ort Al-Mawásí, den die israelische Armee als humanitäre Zone bezeichnet, wo laut UNO jedoch eine kritische Situation herrscht: Überbelegung, mangelnde Hygiene und fehlende Vorräte.
Elder erinnerte daran, dass auch die Bewohner, die im nördlichen Teil des Gazastreifens bleiben, nicht den Schutz der Zivilbevölkerung verlieren, und warnte vor jeder Interpretation, die sie als legitime Ziele bezeichnen würde.
Nach Angaben der UNO ist Israel als Besatzungsmacht verpflichtet, für Nahrungsmittel, Unterkünfte und grundlegende Hygiene zu sorgen. Humanitäre Organisationen weisen gleichzeitig darauf hin, dass die Menge der nach Gaza gelassenen Hilfsgüter immer noch drastisch unter dem Bedarf der Bevölkerung liegt.
(mja)