Der Mann vom legendären Nirvana-Albumcover verklagte die Band und den Fotografen
Spencer Elden, der Mann, der durch das ikonische Cover des Albums Nevermind der Band Nirvana bekannt wurde, hat seinen Rechtsstreit gegen die Band und den Fotografen verloren. Er behauptete, dass das Foto, auf dem er als vier Monate altes Baby nackt unter Wasser zu sehen ist, Kinderpornografie darstelle und ihm lebenslange Probleme bereitet habe.
Der Richter hat jedoch laut BBC nun entschieden, dass das Foto keinen solchen Charakter hat. Seiner Meinung nach handelt es sich nicht um eine explizit sexuelle Darstellung, sondern eher um eine Analogie zu einem Familienfoto eines Kindes in der Badewanne.
Dabei berücksichtigte er auch die Umstände der Entstehung des Fotos – die Aufnahme erfolgte in Anwesenheit der Eltern, der Fotograf war ein Freund der Familie und Elden selbst profitierte in der Vergangenheit von seiner Verbindung zu dem Album. Die Klage des heute 34-jährigen Mannes wurde in der Vergangenheit wegen Verjährung abgewiesen, aber das Berufungsgericht hat die Wiederaufnahme des Verfahrens zugelassen.
Die Anwälte von Nirvana bezeichneten den Fall als unbegründet und erklärten, dass sie endlich die falschen Anschuldigungen gegen Musiker und Künstler beenden würden.
Eldens Anwaltsteam ist jedoch anderer Meinung und plant, Berufung einzulegen. Sie betonen, dass sie nicht aufgeben werden, auf die Bedeutung dieses Themas aufmerksam zu machen, solange die Unterhaltungsindustrie Gewinne über die Würde von Kindern stellt.
(max)