Leo XIV. ändert Franziskus’ Reform: Vatikan darf auch ausländische Banken nutzen

Papst Leo XIV. hat am Montag ein Dekret erlassen, mit dem er das exklusive Recht der Vatikanbank (Institut für religiöse Werke) aufhob, sämtliche Investitionen des Stadtstaates zu verwalten.

Mit diesem Schritt änderte er eine der zentralen Finanzreformen seines Vorgängers, Papst Franziskus, der 2022 angeordnet hatte, dass ausschließlich die Vatikanbank alle Vermögenswerte des Vatikans verwalten soll.

Die neue Entscheidung erlaubt es den einzelnen vatikanischen Abteilungen, auch ausländische Finanzinstitute zu nutzen, wenn sie dies für „effizienter oder bequemer“ halten. Gleichzeitig bleibt jedoch die Pflicht bestehen, sich an die einheitliche Investitionspolitik des Vatikans zu halten, die bereits während des Pontifikats von Franziskus vom Aufsichtsgremium ausgearbeitet worden war.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche reagierte damit auf langjährige Vorbehalte einiger Funktionäre, die argumentierten, dass die Zentralisierung der Investitionen der Vatikanbank zu viel Macht verlieh und die Arbeit kleinerer Institutionen erschwerte.

Der finanzielle Ruf des Vatikans war in den letzten Jahrzehnten durch intransparente Geschäfte sowie Fälle von Korruption, Unterschlagung und anderen Straftaten belastet. Franziskus, der die Kirche zwölf Jahre leitete, führte eine Reihe von Reformen ein, um diese Probleme anzugehen.

(reuters, max)