Umfrage: Junge Amerikaner unterstützen die Idee einer Frau als US-Präsidentin am wenigsten
Eine neue Umfrage der American University, veröffentlicht bei Politico, zeigt, dass Wähler unter 50 Jahren der Idee einer Frau im Amt der US-Präsidentin am wenigsten aufgeschlossen gegenüberstehen. Vier von zehn Amerikanern geben an, jemanden zu kennen, der keine Frau ins Weiße Haus wählen würde.
Obwohl die Mehrheit der Befragten eine stärkere Vertretung von Frauen in der Politik unterstützt, herrscht ein doppelter Maßstab – eine Präsidentin soll nach Ansicht der Wähler zugleich „hart“ und „sympathisch“ sein.
Eine Präsidentschaftskandidatin würden ein Viertel der Frauen unter 50 Jahren und 20 Prozent der Männer unter 50 Jahren nicht wählen, während 13 Prozent der Männer und Frauen über 50 erklärten, sie seien einer Präsidentin nicht aufgeschlossen.
Die Forscherin Viva de Vicq bezeichnete die Ergebnisse als paradox. Wählern vertrauen Frauen bei Themen wie Abtreibung, Gleichstellung der Geschlechter oder Kinderbetreuung, doch weniger in Fragen der nationalen Sicherheit und internationaler Konflikte.
Die Umfrage zeigt auch breitere Trends nach der gescheiterten Kandidatur von Kamala Harris. Mehr als 40 Prozent der unabhängigen Wähler meinen, dass ihre Niederlage den Weg für künftige Kandidatinnen erschwert hat.
(max)