Italiener verklagen soziale Netzwerke: Altersgrenzen würden ignoriert, Kinder manipuliert
Eine Gruppe italienischer Familien hat Klage gegen Facebook, Instagram und TikTok eingereicht. Die Eltern werfen den Technologiekonzernen vor, Altersbeschränkungen nicht einzuhalten und süchtig machende Algorithmen einzusetzen, die nach ihrer Ansicht die psychische Gesundheit von Kindern schädigen.
Mit der Klage fordern sie, dass die Plattformen strengere Systeme zur Altersverifikation für Nutzer unter 14 Jahren einführen, wie es das italienische Recht verlangt.
Darüber hinaus verlangen sie die Entfernung manipulativer Elemente sowie mehr Transparenz über die Risiken einer exzessiven Nutzung sozialer Netzwerke.
Ein Anwalt, der die Familien zusammen mit der Bewegung Italienischer Eltern vertritt, erklärte, Ziel sei es, „ein Verhalten zu stoppen, das einer großen Zahl von Kindern schadet“.
Meta reagierte mit einer Erklärung, wonach die Sicherheit junger Nutzer Priorität habe. Im Rahmen von „Teen Accounts“ würden bereits die Kontaktmöglichkeiten zu Minderjährigen eingeschränkt, die auf den Plattformen verbrachte Zeit reduziert sowie Maßnahmen eingeführt, die verhindern sollen, dass Jugendliche über ihr Alter lügen. TikTok reagierte auf die Bitte um Stellungnahme nicht.
(reuters, max)