Hamas lässt erste Geiseln frei – von Israel festgehaltene Personen sitzen in Bussen
Die israelische Armee hat bestätigt, dass die ersten sieben von der Hamas freigelassenen Geiseln die Grenze nach Israel überschritten haben. Sie wurden vom Roten Kreuz von der Hamas übernommen. Es wird mit weiteren Freilassungen gerechnet – insgesamt soll die Hamas 20 lebende Geiseln und die Leichen von 28 Verstorbenen übergeben.
Im Gegenzug soll Israel 250 palästinensische Gefangene, 1.700 weitere festgehaltene Personen sowie die Leichen von 360 Kämpfern freilassen. Am Montagmorgen bestätigte ein an dem Austausch beteiligter Vertreter, dass alle 1.966 palästinensischen Häftlinge in die Busse eingestiegen seien.
Der Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas gilt seit Freitag und ist das Ergebnis diplomatischer Bemühungen der USA, Ägyptens, Katars und der Türkei. Donald Trump erklärte während seiner Reise nach Israel, dass der Krieg im Gazastreifen beendet sei.
Trotz des Optimismus und der Aussagen des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu über einen „Neuanfang“ steht der Gazastreifen vor einer humanitären Krise. In der Region befindet sich eine große Menge nicht explodierter Munition. Schätzungen zufolge werden etwa 300.000 Zelte benötigt, um 1,5 Millionen vertriebene Palästinenser unterzubringen.
Trump wird zudem im israelischen Parlament sprechen und anschließend zu einem Friedensgipfel in Ägypten weiterreisen.
(reuters, max)