Es geht um 48 Millionen: Schweizer Privatbank Julius Bär in nächste Immobilienpleite verwickelt

Schlechte Zeiten für Julius Bär: Nach der Benko-Krise ist die Schweizer Privatbank in die nächste große Pleite einer Immobiliengruppe verwickelt.

Wie das Handelsblatt berichtet, drohen dem Vermögensverwalter in Zusammenhang mit der Überschuldung der deutschen Immobiliengesellschaft Degag Millionenverluste. Bär war auf Bankenseite der wichtigste Kreditgeber für die Deutsche Grundbesitz Holding AG – die Privatbank habe dem vorläufigen Gutachten des Insolvenzverwalters zufolge Forderungen von 48 Millionen Euro angemeldet. 

Einer Sprecher der Bank mit Sitz in Zürich erklärte dazu: "Julius Bär hatte einer privaten Unternehmensgruppe Hypothekarkredite in einem höheren zweistelligen Franken-Millionenbereich zur Finanzierung von Wohnliegenschaften in Deutschland gewährt. Einzelne Kreditnehmer dieser Gruppe befinden sich zwischenzeitlich in finanziellen Schwierigkeiten." Einen Firmennamen nannte das Institut nicht.

Die Bank Julius Bär & Co. AG wurde 1890 gegründet und gehört zur Schweizer Bankengruppe Julius Bär Gruppe AG, einer Privatbank aus Zürich. Diese ist mit einem verwalteten Kundenvermögen von rund 482 Milliarden Schweizer Franken einer der größten europäischen Vermögensverwalter. Ein Viertel der Kundengelder stammt aus Asien.