Russischer Geheimdienst leitet Strafverfahren gegen Chodorkowski ein

Der russische Föderale Sicherheitsdienst (FSB) hat am Dienstag bekannt gegeben, ein neues Strafverfahren gegen den Oppositionspolitiker und ehemaligen Unternehmer Michail Chodorkowski eingeleitet zu haben. Die Behörden werfen ihm die Gründung einer terroristischen Organisation sowie die Vorbereitung einer gewaltsamen Machtübernahme vor.

Chodorkowski gehörte einst zu den einflussreichsten Geschäftsleuten Russlands und leitete den Ölkonzern Jukos. Im Jahr 2003 wurde er verhaftet und zwei Jahre später wegen Betrugs und Steuerhinterziehung verurteilt. Er verbüßte zehn Jahre Haft, bevor er 2013 auf Grundlage einer präsidentiellen Begnadigung freikam. Kurz nach seiner Freilassung verließ er Russland und lebt seither im Ausland.

Seit seinem Weggang aus dem Land unterstützt Chodorkowski verschiedene Initiativen und Gruppen, die offen gegen die Regierung von Präsident Wladimir Putin auftreten. Die russischen Behörden haben bislang keine Einzelheiten zu den Beweisen veröffentlicht, die zu der neuen Anklage geführt haben.

(reuters, sie)