Benko-Prozess: Anwalt stellt Antrag auf Enthaftung des Immobilien-Pleitiers

Zweiter Prozesstag gegen Immobilien-Pleitier Rene Benko wegen betrügerischer Krida vor dem Landesgericht Innsbruck: Norbert Wess, der Wiener Verteidiger des tief gefallenen früheren Signa-Bosses, hat angekündigt, bei Gericht am heutigen Mittwoch einen Antrag auf Enthaftung seines Mandanten zu stellen.

Benko sitzt seit knapp neun Monaten in U-Haft. Entsprechend gezeichnet wirkte er zu Prozessbeginn am Montag: stark abgemagert und gealtert mit tiefen Augenringen. Neben dem aktuellen Verfahren drohen ihm auch Prozesse wegen Betrugs und Geldwäsche - Statement berichtete.

Anwalt Wess übte starke Kritik an der Anklage der Wirtschaft- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA). Er sprach von einer "Themaverfehlung", Benko selbst von "Zynismus".

Gegenüber oe24.at kündigte der renommierte Verteidiger an, einen Anthaftungsaantrag für seinen Mandanten stellen zu wollen. Damit war er allerdings in der Vergangenheit bereits zweimal gescheitert.

Im Innsbrucker Prozess können nie am heutigen Mittwochnachmittag bereits das Urteil gefällt werden, nachdem acht geladene Zeugen einvernommen wurden. Rene Benko drohen bis zu zehn Jahre Haft, für ihn gilt die Unschuldsvermutung.