Immobilien-Investor Hallmann: 66 Gläubiger fordern 135 Millionen Euro von ihm

Klemens Hallmann (49) glänzte stets auf dem Wiener Society-Parkett. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Barbara Meier - einem früheren Top-Model - gehörte er zum Stamm-Ensemble der Wiener Society.

Auch geschäftlich lief es für Hallmann über viele Jahre glänzend. Bis der Immobilienmarkt ins Wanken geriet, weil die Kosten explodierten und Kredite aufgrund stark gestiegener Zinsen kaum noch zu bedienen waren. Im Prinzip erging es Hallmann ähnlich wie dem vor Gericht stehenden Immobilien-Jongleur Rene Benko - nur nicht so zwielichtig und eine Größenordnung darunter.

Nach dem Zusammenbruch seiner Unternehmensholding meldete Hallmann auch Privatinsolvenz an. Der bestellte Insolvenzverwalter informierte am Handelsgericht Wien jetzt über den aktuellen Stand im Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung.

Demnach meldeten bis zum Fristablauf am 30. September 66 Gläubiger Forderungen in Höhe von rund 135 Millionen Euro an. Davon wurden etwa 119 Millionen Euro anerkannt. Hallmann strebt einen Sanierungsplan an, über den am 28. Oktoberabgestimmt werden soll. Vorgesehen ist das gesetzliche Mindestangebot von 30 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Diesen Haftungen stehen überwiegend grundbücherliche Sicherstellungen der Gläubiger auf der Ebene der Projektgesellschaften gegenüber.

Laut Insolvenzverwalter wird der eingereichte Finanzplan eingehalten, ein Entzug der Eigenverwaltung stehe derzeit nicht im Raum. Ein entsprechender Antrag wurde nicht gestellt, eine Unternehmensschließung auch nicht gefordert.