Trump droht Spanien mit Zöllen wegen „respektloser“ Verteidigungsausgaben

US-Präsident Donald Trump hat Spanien dafür kritisiert, dass es als einziges NATO-Mitglied abgelehnt hat, die Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des BIP zu erhöhen. Er bezeichnete dies als Respektlosigkeit gegenüber dem Bündnis und drohte mit der Verhängung von Zöllen.

Zugleich deutete er an, dass die NATO einen Ausschluss Spaniens aus ihren Reihen in Betracht ziehen könnte.

Der spanische Premierminister Pedro Sánchez konnte in letzter Minute eine Ausnahmeregelung aushandeln – das Land plant, lediglich 2,1 Prozent auszugeben, was es als realistisch bezeichnet.

Außenminister José Manuel Albares verteidigte Spaniens Ansatz mit dem Hinweis auf die starke Beteiligung an militärischen Missionen. Nach seinen Worten sind derzeit rund 3.000 spanische Soldaten in ganz Europa im Einsatz.

Die NATO betont jedoch, dass angesichts der russischen Aggression gegen die Ukraine die ursprünglich vereinbarten zwei Prozent des BIP nicht mehr ausreichen.

(reuters, lup)