Israel nimmt Hilfe für Gaza wieder auf, Waffenruhe durch Streit um Leichen bedroht
In den Gazastreifen gelangen 600 Lastwagen mit humanitärer Hilfe, doch laut UN reicht das nicht aus. Israel bereitet zudem die Öffnung des Grenzübergangs Rafah auch für Zivilisten vor.
Die Hamas setzt die Übergabe der Leichen israelischer Geiseln fort, doch die israelischen Behörden bezeichnen den Prozess als zu langsam und drohen mit Einschränkungen der Hilfe oder sogar mit einer Wiederaufnahme der Kämpfe.
US-Präsident Donald Trump, der die Waffenruhe vermittelt hat, warnte, dass Israel seine Unterstützung für einen erneuten Militäreinsatz habe, falls die Hamas sich nicht entwaffne. Teil des Abkommens ist auch die Rückgabe der Leichen palästinensischer Opfer, von denen Israel bereits eine erste Gruppe übergeben hat.
Die Lage in Gaza bleibt kritisch – die Mehrheit der Bevölkerung ist obdachlos, das Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps und es herrscht Hungersnot. Die Hamas führt öffentliche Hinrichtungen mutmaßlicher Kollaborateure durch, die sowohl die USA als auch die palästinensische Führung kritisieren.
Die Waffenruhe wird von mehreren offenen Fragen bedroht – von der Entwaffnung der Hamas über die künftige Verwaltung Gazas bis hin zur Bildung internationaler Stabilisierungstruppen.
(reuters, luc)