Bundesregierung kürzt Werbeausgaben um 80 Prozent auf Rekordtief
Die Werbeausgaben öffentlicher Stellen sind im ersten Halbjahr 2025 um fast 20 Millionen Euro zurückgegangen. Laut Medienbehörde KommAustria flossen insgesamt 177 Millionen Euro in Inserate und Kommunikationsmaßnahmen – nach 197 Millionen im Jahr davor.
Besonders deutlich fiel der Rückgang beim Bund aus: Die Bundesregierung gab nur noch 3,2 Millionen Euro für Werbung aus, nach 18,7 Millionen im ersten Halbjahr 2024. Das ist der niedrigste Wert seit einem Jahrzehnt. Selbst unter der Übergangsregierung Bierlein lag das Budget mit 6,8 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch.
Gründe sind laut APA die späte Regierungsbildung im März und das Sparprogramm der neuen ÖVP-SPÖ-Neos-Koalition, die eine Reduktion der Informationsbudgets um zehn Prozent beschlossen hat.
Stabil blieben die Ausgaben der Stadt Wien mit 11,1 Millionen Euro, während das FPÖ-geführte Land Steiermark von 1,1 Millionen auf nur 268.000 Euro kürzte.
Die größten Empfänger öffentlicher Werbung waren ORF (10,7 Mio. €), Google (7,6 Mio. €) und Meta (6,7 Mio. €).