Russische Angriffe lähmen die ukrainische Gasversorgung – Selenskyj fordert mehr Waffen

Russische Streitkräfte haben erneut die ukrainische Energieinfrastruktur angegriffen – diesmal mit Schwerpunkt auf Gasanlagen. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj wurden in der Nacht zum Donnerstag mehr als 300 Drohnen und Dutzende Raketen auf Ziele im ganzen Land abgefeuert.

Mehrere Anlagen wurden beschädigt, was die inländische Gasversorgung beeinträchtigte und Kiew dazu zwingt, einen verstärkten Import zu erwägen.

Der Chef des Energiekonzerns Naftogaz warnte, dass es allein in diesem Monat bereits sechs große Angriffe gegeben habe. Die Ukraine hat zudem die Stromlieferungen für die Industrie eingeschränkt und die Bevölkerung zum Energiesparen aufgerufen.

Das russische Verteidigungsministerium bezeichnete die Angriffe als Vergeltung für ukrainische Attacken auf zivile Infrastruktur in Russland. Kiew wiederum intensiviert seine eigenen Operationen – unter anderem durch einen Angriff auf eine russische Raffinerie in Saratow.

Selenskyj fordert in diesem Zusammenhang vom Westen mehr Waffen und will bei seinem Besuch in den USA auf konkrete Unterstützung drängen.

(reuters, lup)