Lena Schilling und 2000 Cent: Europaweite Kritik an Österreichs Grüne im EU-Parlament
Sie weiß nicht, dass 2000 Cent 20 Euro sind, sie kennt die Hauptstadt von Australien (Canberra) nicht - und sie hat schon einmal vor laufender Kamera erklärt, dass Norwegen Mitglied der EU sei (ist es nicht): Lena Schilling (24) beschert sich mit ihren peinlichen Falschaussagen einen europaweiten Shitstorm auf allen Social-Media-Kanälen - und den Grünen eine Debatte über ihre Personalauswahl für das Europäische Parlament.
Zur Erinnerung: Lena Schilling ist beim EU-Wahlkampf immer wieder mit dem damaligen Grünen-Chef Werner Kogler und Ex-Ministerin Leonore Gewessler als Nummer 1 der Grünen für die EU-Wahl aufgetreten. Selbst als ein massiver Skandal um von Schilling erzählte Unwahrheiten über diverse zwischenmenschliche Beziehungen im Mai 2024 die Kandidatin schwer belastet haben, blieb sie die Spitzenkandidatin.
Die Parteispitze der österreichischen Grünen stellte sich sofort nach der Veröffentlichung der ersten Vorwürfe hinter die Kandidatin und bezeichnete diese als "Kampagne" und "anonymes Gemurkse und Gefurze“. Für letztere Aussage entschuldigte sich Parteichef Werner Kogler später. Die taz kritisierte das Krisenmanagement der Grünen und erklärte, dieses erinnere an „Demokratiefeinde“.
Schilling zog dann tatsächlich - trotz aller Vorwürfe - nach der Wahl ins EU-Parlament ein. Mit diversen Zulagen dürfte die Ex-Umweltaktivistin auf einen Gesamtbezug von monatlich 17.000 Euro kommen.
Bereits einmal vor der Kamera blamiert
Dass Lena Schilling nun erneut vor einer Kamera Wissensfragen beantwortet hat, ist auch insofern interessant, dass sich die Grüne schon einmal - am 2. März 2024 - öffentlich blamiert hat: So konnte sie in einem ORF-Interview nicht sagen, ob Norwegen bei der EU sei (ist es nicht).
Eineinhalb Jahre später kann das Nichtwissen, das nun auch das Image aller europäischen Grünen belastet, nicht mehr weggelacht werden: Viele Social-Media-User sind empört darüber, dass derart unwissende und uninformierte Menschen die großen Entscheidungen im EU-Parlament mitbestimmen.
Bereits am 2. März 2024 lieferte Lena Schilling dieses peinliche Interview.