Gerhard Schröder verteidigte den Bau von Nord Stream 2
Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder verteidigte vor dem Untersuchungsausschuss des Landtags in Mecklenburg-Vorpommern den Bau der Pipeline Nord Stream 2. Das berichtete die Berliner Zeitung.
Schröder erklärte, das Projekt sei ein richtiger Schritt gewesen, um die Abhängigkeit Deutschlands von Atom- und Kohleenergie zu verringern und die Versorgung mit günstigem Erdgas aus Russland zu sichern. Zugleich habe es der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie gedient, da erneuerbare Energiequellen noch nicht zuverlässig genug seien.
Die Gründung der Klimastiftung in Mecklenburg-Vorpommern habe es ermöglicht, die Pipeline trotz der Drohung mit US-Sanktionen fertigzustellen.
Die Stiftung, die mit 20 Millionen Euro aus dem Nord-Stream-Konsortium finanziert wurde, sollte die Fertigstellung des Projekts durch verdeckte Geschäfte absichern, da die am Bau beteiligten Unternehmen einem Sanktionsrisiko der USA ausgesetzt waren.
Während seiner Aussage verweigerte der Altkanzler häufig Antworten auf bestimmte Fragen, bezeichnete diese als unsinnig oder irrelevant und reagierte mitunter ironisch. Er betonte, keinen Einfluss auf die US-Außenpolitik gehabt zu haben.
Schröder beharrt darauf, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland im Energiebereich eine bewährte Politik gewesen sei. Den Bau der Pipeline betrachtet er als sichere und vernünftige Energiestrategie für Deutschland.
(sie)