Hamas will in Gaza bewaffnet bleiben, spricht von einem Waffenstillstand für fünf Jahre

Hamas plant, während einer Übergangszeit die Sicherheitskontrolle im Gazastreifen aufrechtzuerhalten und kann sich vorerst nicht zu einer Entwaffnung verpflichten. Das sagte das Mitglied des Hamas-Politbüros Mohammed Nazzal in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Er fügte hinzu, dass die Bewegung zu einem Waffenstillstand von drei bis fünf Jahren bereit sei, um das zerstörte Gebiet wiederaufzubauen.

Nazzal betonte, dass Fragen der Entwaffnung und der Verwaltung Gazas einen breiteren palästinensischen Konsens erfordern. Israel beharrt darauf, dass Hamas alle Geiseln freilassen, die Waffen niederlegen und die Verwaltung des Gebiets einer technokratischen Regierung unter internationaler Aufsicht übergeben müsse – gemäß dem Plan von Präsident Donald Trump.

Nach Angaben der israelischen Regierung erfüllt Hamas bisher nicht die Bedingungen des Waffenstillstands. Trump betonte, dass die Bewegung die Vereinbarung einhalten müsse, andernfalls werde sie mit Konsequenzen rechnen müssen.

Nazzal erklärte, dass Hamas einer Übergangsverwaltung für Gaza zustimme, wobei seine Mitglieder vor Ort präsent sein sollen, um Hilfslieferungen zu schützen. Über die Entwaffnung solle in der zweiten Phase der Verhandlungen gesprochen werden.

Die Bewegung fordert zudem langfristige Garantien, die den Palästinensern Hoffnung auf einen eigenen Staat geben sollen.

(reuters, sie)