Das U-Boot Titan hätte nicht zur Titanic fahren dürfen, es war fehlerhaft, behauptet die neueste Untersuchung
Die Tragödie des U-Boots Titan, das im Juni 2023 beim Wrack der Titanic implodierte, war laut US-Behörden das Ergebnis technischer Fehler, schlechter Konstruktion und unzureichender Tests.
Der Untersuchungsbericht der National Transportation Safety Board bestätigte, dass der Druckbehälter des Schiffes wahrscheinlich bereits nach dem 80. Tauchgang beschädigt war, wobei weitere strukturelle Fehler zu einer fatalen Implosion während des 88. Tauchgangs führten.
Den Schlussfolgerungen zufolge baute OceanGate das Fahrzeug aus Kohlefaserverbundwerkstoffen, ohne dessen Widerstandsfähigkeit ordnungsgemäß zu testen, und ignorierte dabei frühere Beschädigungen. Kritisch war auch das Fehlen geeigneter Vorschriften für die Zertifizierung kleiner U-Boote, was zu einer Unterschätzung der Risiken führte.
Ähnliche Schlussfolgerungen hatte zuvor auch die US-Küstenwache veröffentlicht, die als Hauptursachen für den Unfall ein ungeeignetes Design, fehlende Zertifizierung und eine nachlässige Wartung nannte.
Der Gründer des Unternehmens, Stockton Rush, der bei dem Unfall zusammen mit vier weiteren Personen ums Leben kam, verbreitete laut dem Bericht irreführende Informationen über die Sicherheit des U-Boots und vermittelte ein falsches Gefühl der Sicherheit. Die Ermittler sind sich einig, dass diese Tragödie hätte verhindert werden können, und fordern strengere Vorschriften.
(max)