In 9 Monaten 74 Syrer abgeschoben - aber allein im September 354 neu registriert
Die Bundesregierung will mit der neuesten Medienaussendung betonen, dass sie etwas gegen die illegale Massenzuwanderung tut. In der Presse-Aussendung des Innenministeriums zur Asyl-Statistik meldet sich deshalb auch Kanzler Christian Stocker zu Wort: "Mein Ziel ist klar: Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan müssen zum Standard werden.“
Nur: Bisher ist das alles andere als "Standard", wie die vom Innenminister selbst präsentierten Zahlen zeigen. Laut Gerhard Karner (ÖVP) hat er in neun Monaten nur 74 der 105.000 in Österreich aufhältigen Syrer zu einem Rückflug in die Heimat überzeugen können, das sind acht pro Monat.
Rückführung aller Syrer würde noch 1094 Jahre dauern
Wenn dieses Tempo der Rückführung eingehalten wird, dann benötigt der Innenminister noch 1094 Jahre, um alle syrischen Zuwanderer wieder außer Landes zu bringen (wenn ab sofort kein einziger neuer Asylantrag eines Syrers gestellt wird).
Für Innenminister Gerhard Karner ist diese katastrophale Abschiebe-Bilanz bei den syrischen Staatsbürgern kein Grund für Selbstkritik. Er meint in der aktuellen OTS-Aussendung: "Der eingeschlagene Weg – nämlich illegale Migration durch ein Bündel an Maßnahmen gegen Null zu drängen – zeigt Wirkung. Das ist kein Grund zum Jubeln, sondern ein Auftrag, hart und konsequent in der Sache weiterzuarbeiten.“
Syrer bekommen in Österreich 197 Kinder pro Monat
Und der Innenminister freut sich über die heuer niedrigen - offiziellen - Zuwanderungszahlen: Von Jänner bis September 2025 wurden in Österreich nur 5275 originäre, also neue, Asylanträge gestellt. In der Gesamtbetrachtung sind dies lediglich 40 Prozent der Gesamtzahl an Anträgen. Die anderen 60 Prozent (7757 Asylanträge) sind nicht-originäre Anträge.
Allein im September 2025 wurden in Österreich 1410 Asylanträge eingebracht. Die meisten Anträge stammten hierbei von Syrern (354), jedoch entfällt der Großteil dieser Teilmenge bereits auf in Österreich nachgeborene Kinder (197).
Was wiederum heißt: Die syrischen Migranten bekommen in ihrem Gastland knapp 200 Kinder pro Monat, also hochgerechnet 2400 pro Jahr. Und der Innenminister will mit seiner "Abschiebe-Offensive" von 8 syrischen Migranten pro Monat dagegenhalten - das ergibt einen Netto-Zuwachs bei der syrischen Community in Österreich von etwa 192 Menschen, ohne jede weitere Zuwanderung.