U-Boote auf Kurs: Deutschlands größter Marineschiffbauer TKMS geht an die Börse

Ab heute setzt Deutschlands größter Marineschiffbauer TKMS auf volle Fahrt voraus und geht an die Börse. TKMS reagiert damit auf die veränderte Bedrohungslage, die Kursentwicklung am ersten Handelstag wird mit Spannung erwartet. „TKMS ist das Kronjuwel des Industriekonzerns. Mit der Börsennotierung schlagen wir ein neues Kapitel auf", freut sich Konzernchef Miguel López.

Die Marine-Tochter des deutschen Stahlkonzern-Riesen Thyssenkrupp wird als eigenständiges Unternehmen unter dem Namen TKMS AG & Co. KGaA an der Frankfurter Börse gelistet werden. Heißt: 49 Prozent der 63,5 Millionen TKMS-Aktien werden beim Börsengang automatisch an die bisherigen ThyssenKrupp-Aktionäre verteilt, die Mehrheit von 51 Prozent bleibt bei der Muttergesellschaft.

TKMS ist aus der Kieler Traditionswerft HDW (Howaldtswerke-Deutsche Werft AG) hervorgegangen, deren Ursprünge bis ins Jahr 1838 zurückreichen und ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für nicht-nuklear betriebene U-Boote. Mit 9100 Mitarbeitern produzierte die ThyssenKrupp-Tochter aber auch andere Kriegsschiffe sowie Sonare.

Wie aus dem eben veröffentlichten Börseprospekt hervorgeht, will TKMS ab dem laufenden Geschäftsjahr 2025/26 (per 30. September) zwischen 30 und 50 Prozent des Nettogewinns (nach dem Handelsgesetzbuch) als Dividende ausschütten. In den ersten neun Monaten 2024/25 erwirtschaftete die Marine-Sparte einen Nettogewinn von 75,2 Millionen Euro nach gut 62 Millionen Euro im Vorjahr.