Amerikaner zahlen viel für Medikamente, US-Regierung plant Untersuchung der Preise
Die Regierung von Präsident Donald Trump bereitet eine neue Untersuchung der Arzneimittelpreise bei US-Handelspartnern vor, die zur Einführung neuer Zölle führen könnte. Das berichtete die Financial Times unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen.
Die Untersuchung soll klären, ob ausländische Partner Medikamente unter dem Marktpreis erwerben. Sie fällt unter ein Gesetz aus dem Jahr 1974, das den Vereinigten Staaten Maßnahmen gegen unfaire Handelspraktiken erlaubt. Das Weiße Haus hat sich bislang nicht zu den Berichten geäußert.
US-Patienten zahlen für verschreibungspflichtige Medikamente mehr als in allen anderen Industrieländern – oft bis zum Dreifachen der Preise anderer Staaten. Der Präsident kritisiert seit Langem die Pharmaunternehmen und Handelspartner für dieses Ungleichgewicht.
Bereits im September warnte Trump, er werde einen 100-prozentigen Zoll auf den Import von Marken- oder patentgeschützten Medikamenten erheben, falls die Pharmafirmen ihre Produktion nicht in die USA verlagern. Zuvor hatte er in Briefen an die Spitzenvertreter von 17 Pharmakonzernen gefordert, die Preise in den Vereinigten Staaten zu senken.
(reuters, max)