Wie beliebt sind Österreichs Landesfürsten? Ludwig polarisiert am meisten
Nicht nur die Bundespolitiker kommen ins Visier der Demoskopen, sondern nun auch die Landeshauptleute, die in manchen Regionen Österreichs ja als Landesfürsten gelten: Das Ergebnis der jüngsten Studie der Lazarsfeld Gesellschaft (1000 Befragte für oe24) zeigt, dass ein freiheitlicher Landeshauptmann am besten ankommt - und der Wiener Bürgermeister an seinem Image arbeiten sollte.
Das bundesweite Stimmungsbild zur Arbeit der Landeshauptleute zeigt eine überraschende Spitze: Der steirische Landeshauptmann Hermann Kunasek (FPÖ) liegt auf Platz eins. Obwohl er erst seit weniger als einem Jahr im Amt ist und ein hartes Sparprogramm vorantreibt, fällt die Bewertung durch die Bevölkerung positiv aus. 26 Prozent äußern einen guten, 19 Prozent einen schlechten Eindruck von ihm – damit ergibt sich ein Saldo von plus 7 Prozent. Interessant dabei: Bei keinem einzigen Mitglied der Bundesregierung liegt dieser Wert derzeit im Plus.
Auf Platz zwei im Ranking landet ein erfahrener Landespolitiker: Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), der bereits seinen Rückzug aus der Politik kommuniziert hat, kommt auf ein leicht positives Saldo von plus 2 Prozent. Dahinter folgt bereits eine Neueinsteigerin auf Landesebene: Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP). Ihr Gesamtsaldo liegt zwar bei minus 6 Prozent, jedoch hat sie seit ihrem Amtsantritt Anfang Juli laut den Meinungsforschern deutlich zugelegt und bei den positiven Eindrücken um sechs Prozentpunkte zugelegt. Mit mittlerweile 19 Prozent positiven Bewertungen reiht sie sich im Spitzenfeld ein.
Schlechte Bewertung für Wiens Bürgermeister
Weniger positive Bewertungen erhalten hingegen einige politische Schwergewichte: Burgenlands Hans Peter Doskozil (SPÖ) und Oberösterreichs Thomas Stelzer (ÖVP) finden sich im Mittelfeld, während sich am unteren Ende des Rankings Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP), Niederösterreichs Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) wiederfinden.
Allerdings weist die Analyse auf einen wesentlichen Punkt hin: Würden die Bewertungen nur innerhalb der jeweiligen Bundesländer herangezogen, sähen die Ergebnisse für die beiden politisch wohl einflussreichsten Landeschefs, Johanna Mikl-Leitner und Michael Ludwig, deutlich besser aus.
Beim Wiener Bürgermeister fällt die negative Bewertung besonders auf: Er kassiert eine negative Benotung von 36 % - das ist mit Abstand das schlechteste Ergebnis von allen Landeshauptleuten mit einem Negativ-Saldo von minus 20 Prozent. Die möglichen Gründe dafür: Die Migrations-Politik Ludwigs samt teurer Subventionierung von Massenzuwanderern, die erneuten Gebührenerhöhungen und die wachsenden Kriminalitäts-Probleme in manchen Stadtteilen Wiens.