EU-Razzia bei Österreichs Skiherstellern – Fischer, Blizzard und Atomic im Visier

Kurz vor dem Weltcup-Auftakt in Sölden steht die heimische Skiindustrie unter Druck: Die EU-Kommission hat Ermittlungen wegen möglicher Kartellabsprachen eingeleitet. Nach Blizzard bestätigten nun auch Fischer und Atomic Hausdurchsuchungen durch EU-Beamte.

Laut „Oberösterreichischen Nachrichten“ und „Salzburger Nachrichten“ fanden die Razzien bereits am Donnerstag statt. Die Blizzard-Mutter Tecnica Group erklärte, man sei „überzeugt, stets gesetzeskonform gehandelt zu haben“ und arbeite eng mit den Behörden zusammen. Auch Fischer Sports bestätigte eine laufende Nachprüfung durch die EU-Kommission und sagte „vollumfängliche Kooperation“ zu. Atomic mit Hauptsitz in Altenmarkt erklärte, ebenfalls „Gegenstand einer Untersuchung“ zu sein.

Die EU-Kommission betonte, dass solche Nachprüfungen noch keinen Hinweis auf ein Fehlverhalten bedeuteten. Die Ermittler wurden von Mitarbeitern der österreichischen Wettbewerbsbehörde begleitet.

Ausgerechnet jetzt, wo in Sölden der alpine Ski-Weltcup startet, gerät die Branche ins Rampenlicht – allerdings nicht nur wegen sportlicher Leistungen.