Russischer Ölkonzern verkauft wegen Sanktionen Vermögenswerte

Die Vereinigten Staaten haben die deutsche Tochtergesellschaft von Rosneft von den neuen Sanktionen ausgenommen, die den russischen Energiesektor treffen.

Laut der deutschen Wirtschaftsministerin Katharina Reiche hat die US-Regierung Berlin eine offizielle schriftliche Zusicherung gegeben, dass die Aktivitäten von Rosneft Germany nicht eingeschränkt werden. Die Vermögenswerte des Unternehmens stehen bereits seit 2022 unter staatlicher Verwaltung der Bundesrepublik Deutschland.

Als Hauptargument wurde die Unabhängigkeit der deutschen Raffinerien von der Muttergesellschaft angeführt. Besonders die Raffinerie PCK Schwedt spielt eine zentrale Rolle in der Treibstoffversorgung des Landes und beschäftigt Hunderte von Arbeitskräften in der Region Brandenburg.

Die US-Sanktionen haben den russischen Energiekonzern Lukoil schwer getroffen. Das Unternehmen kündigte an, seine Auslandsvermögenswerte zu verkaufen und seine internationalen Aktivitäten einzustellen. Lukoil muss mit einem deutlichen Einnahmerückgang rechnen, da das Unternehmen drei Raffinerien und rund die Hälfte seiner Tankstellen im Ausland veräußert. Dies berichtet Politico.

Auch Ungarn beobachtet die Lage aufmerksam. Premierminister Viktor Orbán bereitet einen Besuch in den USA vor, um eine Ausnahmegenehmigung für weitere Zahlungen für russisches Öl trotz des Embargos zu erwirken.

Mehrere europäische Regierungschefs begrüßen die Sanktionen gegen russische Ölunternehmen.

(reuters, sie)