Pentagon: Schweigen über die Operation in Lateinamerika
US-Militärbeamte, die an Präsident Donald Trumps erweiterten Operationen in Lateinamerika beteiligt sind, mussten laut drei Regierungsvertretern Geheimhaltungsvereinbarungen unterzeichnen – ein ungewöhnlicher Schritt, da sie ohnehin zur Wahrung von Sicherheitsgeheimnissen verpflichtet sind. Der Schritt wirft neue Fragen über den militärischen Aufbau auf, den Venezuela als mögliche Invasionsvorbereitung sieht.
Unklar ist, wie viele Angehörige des Verteidigungsministeriums betroffen sind. Seit Amtsantritt von Verteidigungsminister Pete Hegseth im Januar wurden NDAs häufiger genutzt, doch speziell für Lateinamerika ist dies neu.
Das Pentagon entsandte kürzlich die Gerald-Ford-Flugzeugträgergruppe in die Region, wodurch die militärische Präsenz auf rund 10.000 zusätzliche Soldaten anwächst. Experten sehen darin eine Eskalation, die weit über den offiziellen Anti-Drogen-Auftrag hinausgeht.
Seit September wurden mindestens 13 Angriffe auf mutmaßliche Drogentransporte im Karibikraum gemeldet, bei denen 57 Menschen starben, darunter Venezolaner, Kolumbianer und Ecuadorianer.
Die US-Regierung beschuldigt Venezuela und Kolumbien, in den Drogenhandel verwickelt zu sein – Vorwürfe, die beide Länder bestreiten. Senator Lindsey Graham erklärte, Trump könne bald militärische Aktionen gegen beide Staaten ankündigen, um „Amerika vor Drogen aus Venezuela und Kolumbien zu schützen“.
(reuters, est)