Noch höhere Milliardenschulden im Burgenland

Der burgenländische Landesrechnungshof (BLRH) hat deutliche Kritik an der Finanzpolitik der Landesregierung unter Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) geübt. Laut aktuellem Bericht stiegen die Finanzschulden des „Konzerns Burgenland“ bis Ende 2024 auf 2,18 Milliarden Euro – ein Plus von 21 Prozent gegenüber 2021.

BLRH-Direktor René Wenk warnte am Mittwoch vor mangelnder Transparenz. Während im offiziellen Landeshaushalt nur 627 Millionen Euro an Schulden ausgewiesen sind, lagern 1,56 Milliarden Euro in ausgelagerten Landesfirmen. „Je komplexer die Struktur, desto intransparenter und riskanter wird es“, so Wenk.

Besonders kritisch sieht der Rechnungshof, dass Land und Landesholding keine gemeinsame Finanzierungsstrategie haben. Obwohl das Land seit 2023 über ein solches Konzept verfügt, seien die Unternehmen davon ausgenommen. Wenk empfahl dringend eine einheitliche Planung – vor allem, da 2036 Rückzahlungen über 250 Millionen Euro fällig werden.

Auch die finanziellen Reserven des Landes schrumpfen: Die Bankguthaben fielen von 452 auf 168 Millionen Euro. Zugleich erhöhte sich die Verschuldung der Burgenland Energie auf 713 Millionen Euro.

Mit Haftungen in Höhe von 1,56 Milliarden Euro – rund 98 Prozent der jährlichen Landeseinnahmen – steht das Burgenland österreichweit an der Spitze.