Israel tötet über 100 Menschen im Gazastreifen, besteht auf Fortbestand der Waffenruhe
Nach dem Tod eines israelischen Soldaten startete Israel umfangreiche Vergeltungsangriffe im Gazastreifen, bei denen laut palästinensischen Gesundheitsbehörden mehr als hundert Menschen getötet wurden – darunter Dutzende Frauen und Kinder.
Trotz der heftigen Angriffe betont die israelische Regierung, dass die von US-Präsident Donald Trump vermittelte Waffenruhe weiterhin in Kraft sei. Laut Armee zielten die Angriffe auf Hamas-Kommandeure, Waffendepots und Tunnelanlagen.
Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, das Ziel sei die Demilitarisierung des Gazastreifens, und Israel werde weiterhin auf jede Verletzung der Vereinbarung reagieren. Die Hamas weist die Verantwortung für den Angriff, bei dem der Soldat getötet wurde, zurück und wirft Israel Manipulation vor.
Zivilisten im Gazastreifen berichten von den Schrecken der Bombardierungen und befürchten den Zusammenbruch der Waffenruhe. Trump bezeichnete Israels Reaktion als gerechtfertigt und die Waffenruhe als nicht gefährdet.
Der Streit über die Übergabe der Geiselleichen verschärft die Spannungen zusätzlich.
(reuters, lup)